Wir (Ehepaar ohne Kinder mitte 40) waren Ende März für eine Woche im Castellino. Wir hatten Glück mit dem Wetter und konnten im Hemd wandern. An den frischen Abenden hat der unkomplizierte moderne Pellet-Ofen gut eingeheizt. Es war sehr ruhig, weil wir außerhalb der Saison waren. Wer in der Saison - wenn alle Nachbarwohnungen auch mit Kindern belebt sind - großen Wert auf Ruhe legt, sollte sich nicht im dichtbesiedelten Dorf etwas suchen, denn durch die dämmarme Bauweise der alten Häuser und die offenen Fenster können das Leben der kleinen Dorfgemeinde nicht fernhalten. Zu loben wäre noch, dass alle Fenster mit Fliegengittern versehen waren, auch wenn wir sie wegen der Jahreszeit nicht brauchten, wissen aus eigener Erfahrung, wie nervtötend es sein kann, wenn der Vermieter an diesem kleinen Detail spart.
Das Haus ist schön eingerichtet und die Bilder auf der Homepage geben einen realistischen Eindruck. Die Wohnungseinrichtung und die Ausstattung auch in der Küche lässt keine Wünsche offen, sogar eine Waschmaschine steht zur Verfügung.
TV-Junkies dürften nicht auf ihre Kosten kommen, aber die üblichen deutschen Programme sind mit gutem Satelitenempfang erreichbar, so dass man auf den sonntäglichen Tatort nicht verzichten muss.
Die Lage ist phantastisch, wenn man gut zu Fuß ist und mit dem Auto keine Angst auf engen Serpentinen hat. Aber es ist auch möglich, unten zu parken und das Gepäck mit den bereitstehenden Sackkarren hoch zu bringen. Die deutsche Vermieterin hat uns hilfreiche Tipps gegeben und stand für Rückfragen jederzeit bereit. Auch gab es einen Ansprechpartner vor Ort, den wir aber nicht benötigten.
Wir haben uns in der kurzen Zeit gut erholt und zwei Wanderungen vom Haus aus unternommen. Das Kulturprogramm haben wir uns für ein nächstes Mal aufgehoben. Wenn wir mal nicht selbst gekocht haben, waren wir bei "Da Lalla" in Dolcedo, eine preiswerte Pizzeria mit guter Küche und netter Bedienung. Alles ist fußläufig erreichbar, so dass man den Wagen nur für An- und Abreise benötigt und natürlich, wenn man Spaß am Fahren hat, kann man es krachen lassen - aber bitte vorsichtig.
Wir wünschen Ihnen einen ebenso erholsamen Urlaub, wie wir ihn hatten.
Zwei Zufriedene